FAQ

Direktvermarktung


  • Lohnt sich Direktvermarktung für mich?

    Aufgrund der hohen Strompreise rechnet sich die Direktvermarktung auch für kleine und kleinste Anlagen ab wenigen kWp installierter Leistung. Wir haben einige Beispielrechnungen für Anlagen bis 100 kWp hier für Dich zusammengestellt.

  • Welche Voraussetzungen müssen für die Direktvermarktung erfüllt sein?

    Um in die Direktvermarktung zu wechseln sind technische Voraussetzungen zu erfüllen. Diese haben wir hier für Dich zusammengefasst.

    Bitte beachte dabei, dass die Beschaffungskosten der technischen Geräte für die Direktvermarktung zu 100% von Anlagenbetreiber*innen zu tragen sind.

  • Wie schnell kann ich in die Direktvermarktung?

    Das hängt von Deinen Voraussetzungen ab. Bist Du heute bereits in der Direktvermarktung, so kann ein Wechsel innerhalb von sieben Werktagen erfolgen. 

    Wechselst Du zum ersten Mal in die Direktvermarktung und alle Vorausetzungen bezüglich Fernsteuerbarkeit, Ist-Auslesung und Einbau eines RLM-Zählers oder eines intelligenten Messsystems (iMSys) sind bereits erfüllt, so ist ein Wechsel zum 1. des Folgemonats möglich, d.h. innerhalb von 4-8 Wochen.  

    Sind die oben genannten Voraussetzungen noch nicht erfüllt, müssen die erforderlichen Einbauten erst erfolgen, was in der Regel 6-8 Wochen erfordert. Im Anschluss kann dann der Wechsel in die Direktvermarktung gestartet werden.  

  • Wie ist der Ablauf nach Vertragsunterschrift?

    Den Ablauf nach der Vertragsunterschrift findest Du hier.

  • Wie lange ist die Vertragslaufzeit für die Direktvermarktung?

    Der Direktvermarktungs-Vertrag besitzt eine 4-wöchige Kündigungsfrist und keine Minimum-Vertragslaufzeit.

  • Wie lange ist die Vertragslaufzeit für den RLM Zähler von Solandeo?

    Die Vertragslaufzeit beträgt 2 Jahre. Der Zähler kann unabhängig von dem Lumenaza Direktvermarktungsvertrag auch mit anderen Direktvermarktern genutzt werden. Du bist damit nicht an Lumenaza gebunden.  

  • Wie werden die Erlöse berechnet und wie erhalte ich diese?

    Wir erhalten von Deinem Messstellenbetreiber, z.B. Solandeo, Deine Einspeisemengen übermittelt. Am 18. des Folgemonats erstellen wir mit diesen Mengen und den Börsenpreisen Deinen Erlös für den eingespeisten Strom. Von diesem Erlös ziehen wir unsere Dienstleistungsentgelte ab und überweisen Dir den resultierenden Betrag bis zum 25. des Folgemonats auf Dein Konto. 

  • Ich habe keine Einspeiserechnung / Vergütung erhalten?

    Falls Du bereits über Lumenaza Deinen Strom vermarktest und bis zum 25. des Folgemonats keine Abrechnung bekommen hast, ist die Ursache in den meisten Fällen, dass der Messstellenbetreiber uns noch keine endgültigen Daten für Deine Einspeisung gesendet hat. Du kannst uns in diesen Fällen unter direktvermarktung@lumenaza.de kontaktieren.  

  • Wo geht mein eingespeister Strom hin?

    Dein eingespeister Strom wird zum einem zur Belieferung von lumenaza.community-Stromkunden genutzt oder falls es Überschüsse gibt, an der Strombörse vermarktet. Für Deine Vergütung spielt es aber keine Rolle welcher Vermarktungsweg gerade gewählt wird.

  • Ich erhalte keine Förderung für meine Anlage. Kann ich trotzdem in die Direktvermarktung wechseln?

    Falls Du keine Förderung für Deine Anlage erhälst, ist die Direktvermarktung weiterhin möglich. Es gilt dann die sogenannte „sonstige Direktvermarktung“. Bitte teile uns dies bei der Bestellung entsprechend mit.  

  • Ist Direktvermarktung auch bei Eigenverbrauch möglich?

    Direktvermarktung ist auch Eigenverbrauch ohne Problem möglich. Bei der Direktvermarktung zählt nur der eingespeiste Strom für die Vergütung. Für Anlagen über 100 kWp bleibt die Direktvermarktung verpflichtend auch wenn der größte Teil des Stroms eigenverbraucht wird.

  • Welche Kosten entstehen mir in der Direktvermarktung? Wie werden diese berechnet?

    Für die Direktvermarktung berechnen wir eine einmalige Bereitstellungsgebühr, eine geringe monatliche Grundgebühr sowie einen geringen prozentualen Anteil an Deinen Erlösen. Zusätzlich stellen wir dir die Vermarktungskosten in Rechnung. Mehr Informationen zu unserem Preismodell findest Du hier

  • Reduzieren sich die Vermarktungskosten automatisch bei sinkenden Strompreisen?

    Die Vermarktungskosten sind indirekt an den Strompreis gekoppelt. Im Schnitt sinken sie automatisch bei sinkenden Strompreisen. Aufgrund der schwankenden Preise für Ausgleichsenergie ergeben sich aber monatliche Schwankungen.  

  • Was ist der Unterschied zwischen Neuanlage und Bestandsanlage?

    Eine Bestandsanlage speist bereits Strom in das Netz. Eine Neuanlage wird erst noch gebaut und soll mit dem Tage ihrer Inbetriebnahme in die Direktvermarktung wechseln. Daher unterscheiden sich die Anmeldeprozesse leicht.

  • Was ist Redispatch 2.0 und welche Verpflichtungen entstehen daraus?

    Der Begriff „Redispatch“ steht für eine Abänderung des vorgesehenen Kraftwerkseinsatzes zur Vermeidung von Netzengpässen. Diese Abänderung wird von den Netzbetreibern initiiert. Ursprünglich wurden nur Großkraftwerke von mindestens 10 MWp zu Redispatch Massnahmen hinzugezogen. Ab dem 1. Oktober 2021 wurden alle Anlagen ab 100 kWp in die Redispatch Massnahmen mit eingebunden. 

  • In welchen Regionen ist Direktvermarktung machbar?

    Direktvermarktung ist in ganz Deutschland ohne regionale Einschränkung machbar.  

  • Ich habe eine Anlage unter 10 kWp. Lohnt sich DV für mich?

    Aufgrund der hohen Strompreise rechnet sich die Direktvermarktung auch für kleine und kleinste Anlagen ab wenigen kWp installierter Leistung. Beispielrechnungen für Anlagen bis 100 kWp haben wir hier für Dich zusammengestellt.

Fernsteuerbarkeit


  • Was ist Fernsteuerbarkeit?

    Die Fernsteuerbarkeit einer Anlage in der Direktvermarktung wird durch das EEG gesetzlich vorgeschrieben. Der Direktvermarkter muss in der Lage sein und dies auch nachweisen, dass die Einspeisung der Anlage in das Netz durch den Direktvermarkter gesteuert werden kann. Weitergehende Informationen findest Du bald hier.  

  • Warum muss meine Anlage fernsteuerbar sein?

    Es ist durch das EEG gesetzlich vorgegeben für alle Anlagen, die sich in der Direktvermarktung befinden.

    Meist wird dies durch die Schnittstellen unterstützt. Wir bitten Dich, dies mit Deinem Schnittstellenhersteller zu prüfen.

    Wir als Direktvermarkter müssen dann über eine VPN Verbindung auf diese Schnittstelle zugreifen, um die Anlage (z.B. für die Erstellung des Fernsteuerbarkeitsnachweises) steuern zu können.

  • Was wird ferngesteuert?

    Es wird die Einspeisung der Anlage in das Netz gesteuert. 

  • Wie stelle ich Fernsteuerbarkeit her?

    Die Fernsteuerbarkeit wird durch eine sogenannte Direktvermarktungsschnittstelle bereitgestellt. Lumenaza unterstützt für Anlagen ab 100 kWp die Direktvermarktungsschnittstellen vieler Hersteller. Eine Übersicht findest Du bald hier. 

    Zur Zeit bieten wir die Direktvermarktung für Anlagen bis 100 kWp nur gekoppelt mit dem Messstellenbetrieb von Solandeo an.

  • Wer beantwortet Fragen zur Fernsteuerbarkeit?

    Fragen zur Fernsteuerbarkeit kann Dir Dein Installateur oder Hersteller der Direktvermarktungsschnittstelle beantworten. 

  • Unterstützte Direktvermarktungssschnittstellen für Anlagen bis 100 kWp

    Zur Zeit bieten wir die Direktvermarktung für Anlagen bis 100 kWp nur gekoppelt mit dem Messstellenbetrieb von Solandeo an.

    Somit unterstützen wir aktuell nur einen RLM-Zähler und die Schnittstelle von Solandeo.

  • Unterstützte Direktvermarktungssschnittstellen für Anlagen ab 100 kWp

    Modbus TCP Schnittstellen

    In der Regel bestehend aus einem VPN Router und Modbus TCP Schnittstelle, zur Kommunikation mit dem Direktvermarkter.

    • Solar-log

    • Modocorrente

    • SolarMax MaxWeb XPN

    • Meteocontrol

    • SMA

    Weitere

    • REST API Endpunkte für Ist-Auslesung und Fernsteuerung

    • Solandeo

    • EnergyBase

    • Vestas

     

  • Bereitstellung von Einspeisewerten

    Als Direktvermarkter sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, täglich genaue Prognosen über den eingespeisten Strom von allen unseren Anlagen zu machen. Damit wir diese Prognosen so genau wie möglich erstellen können, benötigen wir permanenten Zugriff auf die Ist-Einspeisewerte Ihrer Anlage.

    Wenn Sie einen Eigenverbrauch haben, dann ist besonders darauf zu achten, dass wir nicht die Produktionswerte der Anlage übermittelt bekommen.

Redispatch 2.0


  • Was bedeutet Redispatch 2.0 und welche Änderungen sind dadurch nötig?

    Ab dem 01.10.2021 sind alle Erneuerbare-Energien-Anlagen mit installierter Leistung ab 100 kWp verpflichtet, zur Stabilisierung des deutschen Stromnetzes beizutragen. Hierzu hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) den Prozess Redispatch 2.0 eingeführt, der es den Netzbetreibern ermöglicht, Flexibilitäten für die Netzstabilisierung bzw. ihr Engpassmanagement zu nutzen. Ziel des Redispatch 2.0 ist es, lokale Netzengpässe schneller und kosteneffizienter zu beseitigen.


    In diesem Rahmen können Anlagen teilweise oder vollständig abgeschaltet und flexible Verbraucher angesprochen werden. Vor diesem „Go-live“-Termin des Prozesses sind bereits einige vorbereitende Aufgaben seitens der Marktteilnehmer*innen (Du als Produzent*in, Netzbetreiber, EIV/Direktvermarkter, etc.) durchzuführen. 

  • Ist die Teilnahme am Redispatch 2.0 für EE-Anlagen verpflichtend?

    Die Teilnahme am Redispatch 2.0 ist für alle Erneuerbare-Energien-Anlagen größer 100 kWp verpflichtend, unabhängig vom Vergütungsmodell oder dem Alter der Anlage.

  • Welche Rolle übernimmt Lumenaza im Zusammenhang mit dem Redispatch 2.0?

    Im Zuge der Vorbereitungen des Redispatch 2.0 hast du möglicherweise bereits eine Nachricht von deinem Netzbetreiber erhalten, in der die Stammdaten deiner Anlage sowie der Einsatzverantwortliche (EIV) bzw. der Betreiber der Technischen Ressource (BTR) abgefragt wurden. Hierzu können wir dir mitteilen, dass wir als dein Direktvermarkter die Rolle des EIV und BTR für dich übernehmen. 

    • Unsere Marktpartner-ID für unsere EIV-Rolle lautet: 9979781000004
    • Unsere Marktpartner-ID für unsere BTR-Rolle lautet: 9979782000003

    Bitte gib diese IDs an deinen Netzbetreiber weiter, wenn du eine entsprechende Anfrage erhälst. 

  • Welche Modelle und Varianten wählt Lumenaza?

    Im Redispatch 2.0 existieren verschiedene Modelle für die Prognose, die Schaltung der Anlage, sowie die Abrechnung der Ausfallarbeit durch die Abschaltung (s. hierzu auch dieses Video). Diese sind durch verschiedene Komplexitätsgrade gekennzeichnet. Als EIV ist Lumenaza für die Auswahl des Modells für deine Anlage verantwortlich. Um die Redispatch 2.0 Anforderungen für dich so einfach wie möglich umzusetzen, haben wir folgende Modelle gewählt: 

    • als Bilanzierungsmodell das Prognosemodell,
    • als Abrufart den Duldungsfall (hierzu kommuniziert der Netzbetreiber über Radiolangwelle mit deinem eingebauten Rundsteuerempfänger oder ähnlicher vom Netzbetreiber bei deiner Anlage eingebauter Fernwirktechnik)
    • und als Abrechnungsmodell die Pauschalabrechnung.
  • Entstehen mir als Anlagenbetreiber*in zusätzliche Kosten im Zusammenhang mit dem Redispatch 2.0 durch Lumenaza?

    Nein. Als dein Direktvermarkter übernehmen wir für dich die Rolle des Einsatzverantwortlichen (EIV) und des Betreibers der Technischen Ressource (BTR). Diese Dienstleistung ist in deinem Dienstleistungsentgelt enthalten, sodass für dich keine zusätzlichen Kosten entstehen. 

  • Wie werde ich entschädigt, wenn meine Anlage im Rahmen des Redispatch 2.0 abgeregelt wird?

    Zur Sicherstellung der Netzstabilisierung, können Anlagen vom Netzbetreiber teilweise oder vollständig abgeschaltet werden. Anlagenbetreibende werden für Abregelungen im Rahmen des Redispatch 2.0 entschädigt. Für die ermittelte Ausfallarbeit erhälst du von uns, als Betreiber der Technischen Ressource (BTR), die vertraglich vereinbarten Börsenerlöse. Die Marktprämie erhälst du direkt vom Netzbetreiber. 

  • Wie kann ich Lumenaza meine Daten mitteilen?

    Bitte logge dich dafür auf unserer Homepage lumenaza.community unter „Menü“ in unser Kundenportal ein. Deine Login-Daten hast du zu Beginn der Einspeisung in einer Willkommensemail erhalten.
    Unter „Meine Anlagen“ und der Vertragsnummer findest du neben den Anlageninformationen eine Eingabemaske, die wir dich bitten auszufüllen. 

  • Woher weiß ich, welche Daten ich übermitteln muss?

    Die auszufüllenden Daten solltest du bereits von deinem zuständigen Netzbetreiber, sowie von deine*r Installateur*in erhalten haben. Sollten dir diese Daten noch nicht vorliegen, erfrage diese bitte umgehend, in dem du deinen Netzbetreiber und deine*n Installateur*in kontaktierst.

  • Was soll ich machen, wenn ich die technischen Daten meiner Anlage nicht kenne?

    Bitte wende dich in diesem Fall an den bzw. die Installateur*in oder Projektierer*in deiner Anlage. Als Direktvermarkter haben wir generell keinen Zugriff/Kenntnis auf diese technischen Daten deiner Anlage.

  • Was passiert, wenn ich technischen Daten meiner Anlage gar nicht oder falsch mitteile?

    Als Einsatzverantwortlicher (EIV) sind wir verpflichtet, die Daten deiner Anlage vollständig mitzuteilen. Das bedeutet, fehlende Daten werden von uns ausgefüllt und unplausible Daten von uns bearbeitet. Sind wir aufgrund fehlender oder unvollständiger technischer Daten deiner Anlage auf eine solche Datenvervollständigung oder -korrektur angewiesen, liegt die Verantwortung dieser Anlagendaten weiterhin bei dir als Anlagenbetreiber*in. Falsche und fehlende Daten erzeugen das Risiko, dass die Redispatch 2.0 Maßnahmen vom Verteilnetzbetreiber nicht ordnungsgemäß angewendet werden. Der durch einen solchen Vorfall ggf. entstehende Schaden würde an dich als Anlagenbetreiber*in weitergegeben werden. 

  • Ich kann mich nicht einloggen / ich habe meine Login Daten vergessen.

    Bitte nutze in diesem Fall die „Passwort vergessen“-Funktion, die du über die Login-Eingabemaske erreichst. Nach Eingabe deines Benutzernamens bekommst du unmittelbar im Anschluss eine E-Mail mit einem neuen Passwort zugesendet. Bitte achte beim Kopieren des Passworts darauf, Leerzeichen zu entfernen. Das Passwort kannst du über den Login-Bereich ändern. Sollte dir dein Benutzername nicht mehr vorliegen oder sollten andere technische Probleme bestehen, wende dich bitte per E-Mail an unseren Kundenservice.

Vermarktungskosten


  • Vermarktungskosten - Allgemein

    Die Vermarktungskosten für die Direktvermarktung ergeben sich aus einem rechnerischen Anteil an den gesamten Vermarktungskosten, die Lumenaza für die Vermarktung des gehandelten Stroms entstehen.  ​

    Die Vermarktungskosten, die anteilig von allen Stromproduzenten zu tragen sind, setzen sich aus folgenden Kostenfaktoren zusammen:​ a) Vermarktungskosten - Continous Intraday​, b) Vermarktungskosten - Ausgleichsenergie, c) Vermarktungskosten - Rampenkosten.

    Bezugsgröße für die Ermittlung des rechnerischen Anteils einer jeden Anlage an den gesamten Vermarktungskosten ist die individuelle Anlagenleistung (Anlage_Leistung), die mit einem von der Erzeugungsart abhängigen Gewichtungsfaktor wie folgt multipliziert wird:​

    • PV-Gewichtungsfaktor = 1​

    • Wind_An_Land-Gewichtungsfaktorfaktor = 2​

    • Biogas-Gewichtungsfaktor = 1

  • Vermarktungskosten - Rampenkosten

    Der Direktvermarkter muss den Stromhandel viertelstundengenau vornehmen. Daraus ergibt sich eine Differenz zum stundenweisen Handel am Day-Ahead Markt. Strom mit viertelstündlicher Auflösung wird am Vortag um 15:00 Uhr innerhalb der sogenannten Intraday-Auktion gehandelt. Der Preis der Intraday-Auktion weicht wiederum von dem Day-Ahead Markt ab.

    Die Differenz bezeichnen wir als Rampenkosten, da der Preisunterscheid besonders bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang bedingt durch die schnelle Zu- bzw. Abnahme der PV-Produktion besonders groß ist.

    Wenn der Intraday-Preis im Vergleich zum Day-Ahead Preis schlechter steht, entstehen Rampenkosten. Diese Abweichungen bestehen unabhängig von unserer Prognosegüte und sind unvermeidbar.

  • Vermarktungskosten - Ausgleichsenergie

    Trotz der aktualisierten Prognosen bleibt eine Abweichung zur tatsächlichen Einspeisung bestehen. Die Strommengen hinter diesen Abweichungen werden dann vom Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) als sogenannte Ausgleichsenergie zur Verfügung gestellt. 

    In jeder Viertelstunde kann das Portfolio entweder überdeckt (die realisierte Einspeisung ist größer als unsere prognostizierte Einspeisung) oder unterdeckt sein (die realisierte Einspeisung ist geringer als unsere prognostizierte Einspeisung). 

    Wenn unser Portfolio überdeckt ist, vergütet der ÜNB die verkaufte Menge gemäß des sogenannten reBAP Preises. Bei Unterdeckung kauft Lumenaza die unterdeckte Menge gemäß reBAP. 

    Die Differenz zwischen dem reBAP-Preis sowie dem DayAhead-Preis ergibt die Vermarktungskosten

  • Vermarktungskosten - Continuous Intraday

    Für den Day-Ahead Handel erstellen wir am Vortag bis 12:00 Uhr eine Prognose der zu erzeugenden Energiemenge für den Folgetag. Aufgrund der volatilen Eigenschaften von Wind und Sonne aber auch z.B. von ungeplanten Wartungsfenstern kommt es zwangsläufig zu Abweichungen der tatsächlichen Einspeisung von der zuvor abgegebenen Prognose.

    Unsere Prognosen werden permanent mit neuen Wetterdaten und auf Basis der Live-Daten der Anlagen aktualisiert und mehrmals täglich handeln wir am sogenannten Continuous Intraday Markt der Strombörse, um die Aktualisierungen zu reflektieren. Die dabei erzielten Preise weichen von den Day-Ahead Preisen ab.

    Prinzipiell können Gewinne oder Verluste erzielt werden.

  • Variables Dienstleistungsentgelt

    Das variable Dienstleistungsentgelt bezieht sich auf den vergüteten Strom in Höhe von 3% des Erlöses in Euro.

    Das variable Dienstleistungsentgelt deckt:

    • die Finanzierungskosten für Sicherheiten, die durch die hohen Stromerlöse notwendig geworden sind
    • Haftungsrisiken und erhöhte Versicherungskosten
  • Einrichtungsgebühr Direktvermarktung

    Für die Anmeldung Deiner Anlage in die Direktvermarktung erhebt Lumenaza eine einmalige Einrichtungsgebühr von 200,00 Euro.

  • Day-Ahead | Spotmarkt für Strom

    Der Spotmarkt für Strom ist ein Markt für den kurzfristigen Handel mit elektrischer Energie. Händler können so ihre Prognoseabweichungen ausgleichen. zum einen beinhaltet der Spotmarkt den Day-Ahead-Markt, an dem Stromgeschäfte einen Tag vor Lieferung abgeschlossen werden. zum anderen bietet der Intraday-Markt die Möglichkeit bis 30 Minuten vor Lieferung Strom zu handeln.

    Neben den verschiedenen Vorlaufzeiten unterscheiden sich der Intraday-Markt und der Day-Ahead-Markt durch die Handelsform. Am Day-Ahead-Markt findet ein Auktionshandel statt. Marktteilnehmer können Kaufsangebote und Verkaufsangebote nach Volumen und Preislimit bis 12 Uhr des Handelstages abgeben. Auf Basis aller Gebote wird der Preis für jede Stunde des Folgetages bestimmt.

    Am Intraday-Markt findet ein kontinuierlicher Handel statt. Passt ein Gebot mit einem Angebot preislich zusammen, kommt es unmittelbar zum Geschäftsabschluss. Dadurch kann der Preis je nach Handelszeit für das gleiche Produkt abweichen.

    Quelle: https://www.enargus.de/

  • Intraday-Auktion

    Der Intraday-Handel von Strom findet sowohl an Spotmärkten wie der EPEX Spot (Spotmarkt der European Power Exchange) statt als auch im OTC-Handel (Over-the-Counter), also über außerbörslich ausgehandelte Verträge zwischen Stromkäufern und -verkäufern. Er bezeichnet den kontinuierlichen Kauf und Verkauf von Strom, der noch am gleichen Tag geliefert wird. Man spricht daher auch von kurzfristigem Stromgroßhandel, insbesondere im Gegensatz zum Stromhandel mit längeren Vorlaufzeiten am Terminmarkt.

    Im kurzfristigen kontinuierlichen Stromhandel werden in der Regel Stromlieferungen in sowohl 15-Minuten- als auch Stunden-Blöcken gehandelt; wobei auch der Handel von größeren Blöcken möglich ist. Standardisierte Blockgebote sind der Baseload für die Stunden 1 bis 24 sowie der Peakload für die Stunden 8 bis 20 an jedem Wochentag (Montag bis Freitag). Die Möglichkeit des viertelstundengenauen Handels ist wohl das bedeutendste Kennzeichen des Intraday-Handels. Eine Position kann bis zu 5 Minuten vor Lieferbeginn gehandelt werden. 

    Die mögliche Preisspanne für eine Megawattstunde beträgt -9.999 Euro bis 9.999 Euro. Ebenso wie der Day-Ahead-Handel findet der Intraday-Handel anonymisiert und an jedem Tag im Jahr statt. Strom aus konventionellen sowie aus erneuerbaren Energieträgern wird gleichberechtigt und ohne Nachweis der jeweiligen Stromherkunft gehandelt.

    Ein Unterschied zum Day-Ahead-Handel liegt in der Preisbildung auf dem Intraday-Markt: Während der Day-Ahead-Handel immer auf dem Prinzip des markträumenden Preises beruht, bei dem das letzte bezuschlagte Gebot den Preis für alle Transaktionen bestimmt ("Merit-Order-Prinzip"), werden die Preise im kontinuierlichen Intraday-Handel im "Pay-as-bid"-Verfahren ermittelt. Dabei wird im kontinuierlichen Handel immer exakt der Preis erhoben, der bei der jeweiligen Transaktion bezuschlagt wurde. Daher spricht man im Intraday-Handel auch von Gebotspreisen. Dies hat zur Folge, dass im kontinuierlichen Intraday-Handel keine Einheitspreise für die jeweiligen Produkte entstehen, es vielmehr je nach Handelszeitpunkt zu verschiedenen Preisen für das gleiche Produkt kommt. Lediglich bei den Intraday-Auktionen gilt nicht das Pay-as-bid-Verfahren, sondern ebenfalls der markträumende Preis.

    Der Intraday-Handel dient primär dazu, Fehlmengen oder Überschüsse des eigenen Bilanzkreises durch kurzfristige, untertägige Handelsaktivitäten so gering wie möglich zu halten, um den Prognoseverpflichtungen des Bilanzkreisvertrages nachzukommen und etwaige Ausgleichsenergiekosten zu reduzieren. Mit Hinblick auf immer flexibler werdende Anlagen lässt sich der kurzfristige Handel aber auch dafür nutzen, um den Strom von Anlagen kurzfristig bedarfsgerecht – und somit möglichst gewinnbringend und systemstabilisierend – zu produzieren.

    Der Intraday-Handel ist insbesondere von Bedeutung, um unvorhersehbare Änderungen in Stromproduktion und -nachfrage über marktliche Mechanismen aufzufangen, bevor der Einsatz von Regelenergie notwendig wird.

    Quelle: https://www.next-kraftwerke.de/

  • Negative Preise

    An den Strombörsen können auch negative Preise für Strom auftreten. Dies passiert vor allem bei hoher Produktion aus Windkraft- und Solaranlagen, sowie bei zu langsamer Abregelung der fossilen Kraftwerke. Negative Preise können sowohl am Day-Ahead Markt, bei der Intraday Auktion sowie am kontinuierlichen Intraday Markt auftreten.  

    Laut EEG2021 §51 verringert sich der Zahlungsanspruch auf die Marktprämie auf Null für Anlagen größer 500 kW installierter Leistung wenn für die Dauer von mindesten vier aufeinanderfolgenden Stunden der Preis am Day-Ahead Markt (Spotmarktpreis) negativ war. Obendrein fließen die negativen Preise auch in die Berechnung des Marktwerts ein und führen zu einer Reduktion.  

    Lumenaza vergütet immer den Day-Ahead Marktpreis. Bei negativen Börsenpreisen werden diese an die Anlagenbetreiber:innen durchgereicht. Zugleich werden aber auch hohe Marktpreise ohne Mittelungseffekt direkt ausgezahlt.  

Lumenaza-Community


  • Was ist eine Prosumer Community und wie funktioniert sie?

    Eine Prosumer Community ist eine Gruppe von Haushalten, Unternehmen und anderen Akteuren, die sich zusammengeschlossen hat, um ihre jeweiligen dezentralen Energiesysteme (z. B. Photovoltaikanlagen oder Stromspeicher) gemeinsam effizienter zu nutzen. Die Mitglieder einer solchen Energiegemeinschaft sind somit Erzeuger (Producer) und Konsumenten (Consumer) zugleich. So können beispielsweise Haushalte mit Solarzellen auf dem Dach ihren überschüssigen Strom für die Community bereitstellen oder selbst Strom von der Community beziehen, um Defizite auszugleichen. Die Lumenaza Community ist eine solche Prosumer Community.

  • Was ist Strom klarer Herkunft?

    Strom klarer Herkunft ist lokale, grüne Energie, deren Herkunft durch unsere direkten Verträge mit den Anlagenbesitzern nachgewiesen ist. Häufig ist der Strom, der über Grünstromtarife bezogen wird zwar auf dem Papier grün, da er aber beispielsweise aus norwegischen Wasserkraftanlagen bezogen wird, hat der bezogene Strom, keinen echten Effekt auf die Energiewende in der Region. Lumenaza bietet die Möglichkeit, tatsächlich grünen Strom aus der Gemeinschaft zu beziehen, bei dem die Verbraucher wissen, dass er lokal produziert wird. Die Herkunft des Stroms ist Verbrauchern klar und da die Distanz zwischen Stromproduzent und Stromverbraucher kurz ist, wird das Netz weniger belastet. 

    Der Strom, den du in der Lumenaza Community beziehen kannst, ist Strom klarer Herkunft.

  • Was ist dezentrale Energie?

    Im Gegensatz zur zentralen Energieversorgung wird Energie bei der dezentralen Energieversorgung durch kleinere Anlagen, wie beispielsweise Photovoltaik- oder Windkraftanlagen, verbrauchernah bereitgestellt. Die Energie wird somit unmittelbar dort erzeugt, wo sie verbraucht wird und nicht erst von einem entfernten Kraftwerk aus durch das nationale Stromnetz geleitet. Auf diese Weise lassen sich Übertragungsverluste vermeiden und CO2-Emissionen senken. 

  • Welche Lösungen bietet Lumenaza für die Elektromobilität?

    Lumenaza bietet einen E-Mobilitätstarif an, der aufgrund von Paragraph 14a des Energiewirtschaftsgesetzes bis zu 25 % günstiger sein kann als herkömmliche Haushaltstarife. Er ermöglicht es Elektroautobesitzern ihr Auto bequem und kostengünstig zu Hause aufzuladen. Da wir den Beitrag von Elektroautos zur Energiewende erst maximieren, wenn sie mit 100 % grünen Strom geladen werden, ist ein unkomplizierter, preiswerter Tarif für das Laden Zuhause ein wichtiger Beitrag zur Energiewende.

  • Warum ist der Energiemarkt im Wandel?

    Die Gründe für die Energiewende sind vielfältig. Während Kernenergie große Gefahren birgt, ist die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas mit einem hohen CO2-Ausstoß verbunden, was die Erderwärmung und den fortschreitenden Klimawandel begünstigt. Zudem wird bei der Gewinnung der benötigten Rohstoffe die Umwelt zerstört und bei ihrer Verbrennung entstehen Nebenprodukte, die lokal zu Luftverschmutzung führen. Fossile Energieträger sind zudem nicht unendlich verfügbar. 

    Erneuerbare Energien wie Wind- und Sonnenenergie sind hingegen unerschöpflich und bieten eine saubere und klimafreundliche Alternative der Energiegewinnung. Durch moderne und immer effizientere Technologien wird die Nutzung Erneuerbarer Energien immer günstiger und ressourcenschonender. Die regionale und dezentrale Energiegewinnung, die beispielsweise durch Solar- und Windkraftanlagen ermöglicht wird, bietet Unabhängigkeit und demokratisiert das Energiesystem. Die Verbraucher werden selbst zu Erzeugern, nutzen günstigeren Strom und sind weder von Importen noch von Schwankungen im zentralen Stromnetz abhängig.